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Verlagsinterview mit Jörg Erlebach

 

1. Was hat dich bewegt mit dem Schreiben anzufangen?

Entscheidend war die Geburt meiner Nichte Pia. Ich habe damals versprochen, dass sie zu ihrem 18. Lebensjahr von ihrem Taufpaten einen eigenen Roman bekommt. Gut, nun ist Pia mittlerweile 15 und ich schreibe bereits am fünften Buch…

 

2. Die “Der Stern von Taurin” sind ja seit dem 29.02. erhältlich. Bist Du mit dem Buch zufrieden?

Ich habe mit dem SadWolf Verlag genau den richtigen Partner gefunden. Die Zusammenarbeit mit allen beteiligten Personen ist effektiv, macht sehr viel Spaß und ich bin immer wieder erstaunt, wie nah der Verlag an seinen Autoren „dran“ ist. Dank hier vorallem an Petra, meine Autorenbetreuerin. Bei der gestalterischen Umsetzung  von „Der Stern von Taurin“ hat sich der Verlag wirklich selbst übertroffen. Bald jede Seite ist mit liebvollen Grafiken versehen worden, so dass das Buch nicht nur wegen seinem tollen Cover ein echter Hingucker geworden ist.

 

3. Wie bist Du auf die Idee von der Story von “Der Stern von Taurin” gekommen?

Da ich seit je her vom Mittelalter fasziniert bin, seit frühester Jugend Tolkien gelesen habe und von Merlin und der Arthussaga begeistert war, lag die Idee zu einer Geschichte in diesem Metier sehr nahe. Jeder der den Stern von Taurin liest, wird unzweifelhaft eine gewisse Nähe zu diesen Zeiten, Personen oder Orten spüren.

 

4. Was fasziniert Dich so an diese Story und Protagonisten, dass daraus gleich eine Trilogie wurde?

Ich hatte damals die Geschichte auf ganzen zwei Seiten skizziert. Irgendwann merkte ich, so etwa in der Mitte des ersten Bandes, dass ich gerademal zehn Prozent von dem geschrieben habe, was ich mir erdacht hatte. Somit war klar, dass es nicht bei einem Buch bleiben würde, denn viele Ideen kommen mir während des Schreibens. So nahmen die Chroniken aus Schattenwelt ein ums andere Mal eine überraschende Wendung, die ich vorher so nicht eingeplant hatte.

 

5. Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

Im Falle der Chroniken aus Schattenwelt hatte ich etwas einfacher, denn die Personen,Orte und Handlungen sind frei erfunden. Doch spätestens im zweiten Teil wird man Knecht seiner eigenen Phantasie, denn alle Beschreibungen müssen in allen Teilen exakt übereinstimmen. Es war also immer wieder von Nöten in den eigenen geschriebenen  Zeilen nachzulesen, ob der Ort, den man vor einem Jahr z.B. in Teil 1 beschrieben hat, auch in Teil 2 oder Teil 3 wortgetreu wiedergegeben wird.

 

6. Arbeitest Du gerade an einem neuen Projekt?

Ja, ich habe gerade ein neues Buch vollendet. Einen Fantasykrimi mit historischem Hintergrund, der in meinem Wohnort Frankfurt am Main spielt. Ich habe über zwei Jahre in Archiven, im Internet und bei Historikern recherchiert. Grundlage für dieses Buch war eine alte Frankfurter Legende aus dem 14. Jahrhundert. Hier eine kurze Beschreibung des Buches:

Kurz nach seinem 30. Geburtstag erfährt der in Frankfurt lebende Historiker, Daniel Debrien, dass er ein 'Weltengänger' ist. Ab diesem Zeitpunkt ist in seinem Leben nichts mehr wie es war. In der real existierenden Welt ermittelt die Polizei wegen des bestialischen Mordes an einem Notar gegen ihn. In der „anderen“ Welt jagen ihn schwarze Mächte. Hilfe bekommt Daniel von Zenodot von Ephesos, den über 2000 Jahre alten Verwalter der vermeintlich verbrannten Bibliothek von Alexandria, die sich nunmehr in der 'Tiefenschmiede' unter dem Frankfurter Bethmann Park befindet. Bei seinen gefährlichen Ausflügen zwischen den beiden Welten, stößt Daniel immer wieder auf einen Namen: Madern Gerthener. Gerthener war im 14. Jahrhundert  ein bedeutender Baumeister der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main und die Zeugnisse seines Wirkens sind bis heute Wahrzeichen dieser Mainmetropole. Es zeigt sich, dass es beim Kampf zwischen Gut und Böse schon von je her zu 'Welten'- übergreifenden Koalitionen kam.

 

Nun, vielleicht konnte ich Euch jetzt schon ein bisschen neugierig machen?

 

7. Wo schreibst Du am liebsten?

Ich habe keinen speziellen Lieblingsplatz. Ich schreibe zu Hause genauso gerne, wie einem Cafe`oder einem gemütlichen Lokal. Brauche ich Ruhe, dann eher zu Hause, doch wenn ich mich inspirieren lassen will, dann eher in der Öffentlichkeit. Die Menschen zu beobachten hat mir vor allem bei der Charakterisierung vieler Hauptpersonen sehr geholfen und führte oft zu neuen und ausgefallenen Ideen.

 

8. Wo fallen Dir die besten Ideen ein?

Die Frage ist nicht wo, sondern wann. Da ich ein Nachtmensch bin, habe ich die besten Ideen häufig in der Nacht, wenn ich den vergangenen Tag Revuepassieren lasse. Doch vielfach gibt es auch bestimmte Ereignisse oder Begegnungen die zu einer Idee inspirieren.

 

9. Wie wichtig ist Dir das Feedback von Deinen Lesern?

Sehr wichtig, denn ich schreibe schließlich nicht nur um meinetwillen. Ich möchte die Leser in andere Welten entführen, damit sie ein bisschen ihrem Alltag entfliehen können. So lasse ich viele Freunde, Bekannte und auch Journalisten schon während der Entstehung der Geschichten immer wieder ganze Kapitel lesen, um zu sehen welche Reaktionen erfolgen. An dieser Stelle möchte ich mich dafür bei allen bedanken – danke

für Eure Geduld, die wichtigen Hinweise und die tollen Anregungen, die viel zu der Entstehung meiner Bücher beigetragen haben.

 

10. Mit welchen Persönlichkeit (Lieblingsautor, Künstler) möchtest Du gern mal eine Kaffee  trinken?

Tja, das ist leider nicht mehr möglich, da Herr Tolkien bereits verstorben ist.  Doch einen Autor gäbe es tatsächlich, doch auch das ist nicht möglich, da er in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist und äußerst zurückgezogen lebt – Walter Moers. Allein seine Fantasie ist unfassbar – das wäre sicherlich ein sehr interessantes Gespräch.

 

11. Wird es Buchlesungen geben?

Ja, sind in Planung.

 

12. Welchen Moment verbindest du mit den schönsten Gefühlen in deiner Autorenkarriere?

Der schönste Moment ist sicherlich für jeden Autor, wenn er sein erstes gedrucktes Buch in Händen hält. Für mich ist immer ein sehr schöner Augenblick, wenn ich unter eine Geschichte das Wort Ende schreibe – es macht mich glücklich und zugleich ein wenig wehmütig, da dir die Personen im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.

zur Veröffentlichung des „Stern von Taurin“